Gravel-Race
BMC Kaius 01
Das Aero-Gravelbike: 7 % Aero-Gewinn bei 40 km/h über das Aerocore Design — gemessen mit montierten Flaschen, also im realen Zustand statt am nackten Rahmen. 52 mm Reifenfreiheit. Auch als Rahmenset.
Gravel
Zwei Kategorien, die nur so heißen wie eine. Wir sortieren dich in die richtige, bevor du bestellst — und zeigen dir, wo du hier fahren kannst.
BMC · Cannondale · RidleyTubeless-Aufbau im HausBasis-Bikefitting beim Neukauf inklusive
Kurz gesagt
Beide Kategorien lassen sich probefahren, meist am selben Termin.
Kategorie
„Gravel“ steht auf beiden Rädern, aber sie lösen verschiedene Aufgaben. Ein Gravel-Racer ist ein Rennrad, das Schotter kann. Ein Adventure-Rad ist ein Reiserad, das schnell ist.
| Gravel-Race | Adventure | |
|---|---|---|
| Wofür | Ein Rennrad, das Schotter kann: Renngeometrie, direkte Lenkung, Aero-Rohre, kein Gepäck. | Ein Reiserad, das schnell ist: mehr Laufruhe, Federung, Aufnahmen für alles, was du mitnehmen willst. |
| Beispiele | BMC Kaius 01, Cannondale SuperX, Ridley Astr RS, Ridley Kanzo Fast | BMC URS und URS 01 LT, Cannondale Topstone in Alu und Carbon, Ridley Kanzo Adventure |
| Federung | keine — auch das SuperX ist bewusst vollstarr | URS 01 LT mit MTT-Federung · Topstone Carbon mit KingPin, optional Federgabel |
| Gepäck | nichts oder minimal | Staufach, Cargo-Strap-Aufnahmen, Schutzblech- und Gepäckträgerösen |
| Lenkung | direkt und schnell | laufruhig: langer Rahmen-Reach, kurzer Vorbau, mehr Gabelvorlauf |
Wofür
Gravel-Race Ein Rennrad, das Schotter kann: Renngeometrie, direkte Lenkung, Aero-Rohre, kein Gepäck.
Adventure Ein Reiserad, das schnell ist: mehr Laufruhe, Federung, Aufnahmen für alles, was du mitnehmen willst.
Beispiele
Gravel-Race BMC Kaius 01, Cannondale SuperX, Ridley Astr RS, Ridley Kanzo Fast
Adventure BMC URS und URS 01 LT, Cannondale Topstone in Alu und Carbon, Ridley Kanzo Adventure
Federung
Gravel-Race keine — auch das SuperX ist bewusst vollstarr
Adventure URS 01 LT mit MTT-Federung · Topstone Carbon mit KingPin, optional Federgabel
Gepäck
Gravel-Race nichts oder minimal
Adventure Staufach, Cargo-Strap-Aufnahmen, Schutzblech- und Gepäckträgerösen
Lenkung
Gravel-Race direkt und schnell
Adventure laufruhig: langer Rahmen-Reach, kurzer Vorbau, mehr Gabelvorlauf
Reifenfreiheit entscheidet die Kategorie nicht. Das Renn-Gravelbike Astr RS nimmt 52 mm, das Adventure-Rad URS nur 47 mm. Entscheidend sind Geometrie, Federung und Gepäckaufnahmen — also wie das Rad in der vierten Stunde auf losem Untergrund liegt.
Gravel-Race. Das BMC Kaius 01, das Cannondale SuperX oder — mit kleinerem Budget — das Ridley Astr.
Adventure. Das BMC URS, mit Federung das URS 01 LT oder das Cannondale Topstone Carbon.
Das Topstone Carbon. Das einzige Gravelbike im Sortiment, das man mit einer echten Federgabel bekommt — und hinten arbeitet die KingPin-Federung wartungsfrei. Nach drei Stunden Warndt-Schotter merkst du den Unterschied nicht in der Geschwindigkeit, sondern in den Händen.
Nimm Adventure. Ein Adventure-Rad mit schnellen Reifen ist auf Schotter fast so flott wie ein Racer, aber ein Racer wird nie ein Reiserad. Reifen kannst du wechseln, Gepäckaufnahmen nicht nachbohren.
Modelle
Unser Gravel-Sortiment, sortiert nach Kategorie — vom Aluminium-Einstieg über die gefederten Adventure-Räder bis zum Race-Bike.
Gravel-Race
Das Aero-Gravelbike: 7 % Aero-Gewinn bei 40 km/h über das Aerocore Design — gemessen mit montierten Flaschen, also im realen Zustand statt am nackten Rahmen. 52 mm Reifenfreiheit. Auch als Rahmenset.
Adventure
Das Adventure-Rad im Programm: Gravel+ Geometry mit langem Rahmen-Reach und kurzem Vorbau, Aufnahmen für Schutzbleche und Gepäckträger. Das Rad, mit dem ein Gravelbike als einziges Rad funktioniert.
Adventure, gefedert
MTT-Federung mit 20 mm vorn und 10 mm hinten, gedämpft über den XCell Damper, der von −20 bis +80 °C arbeitet. Für lange Tage auf ruppigem Untergrund, ohne ein Mountainbike zu werden.
Gravel-Race
48 mm Reifenfreiheit im Rahmen, 51 mm in der Gabel, dazu OutFront Steering Geometry: flacher Lenkwinkel plus 55 mm Gabel-Offset — das hält das Rad auf losem Untergrund ruhig, ohne es träge zu machen. Ersetzt bei Cannondale das SuperSix EVO SE.
Adventure, gefedert
Die KingPin-Federung ist eine Steckachse durch das Sitzrohr mit drehbar gelagerten Sitzstreben: rund 30 mm Weg am Sattel, rund 10 mm an der Hinterachse, progressiv, auf wartungsfreien Gleitlagern. Kein Dämpfer, kein Setup, kein Serviceintervall — und vorn optional eine echte Federgabel mit 40 mm.
Adventure, Einstieg
Der Aluminium-Einstieg in die URS-Familie: dieselbe Adventure-Geometrie, dasselbe Reifenfenster, ohne Carbonpreis. Das Rad, mit dem man ohne schlechtes Gewissen im Winter pendelt — und im Sommer trotzdem Schotter fährt.
Gravel-Race
Reifenfreiheit 52 mm mit 1× und 47 mm mit 2× — Spitzenwert der Kategorie, bei einem Rahmen von rund 890 g in Größe M. Über den Ridley-Konfigurator in Farbe und Komponenten frei zusammenstellbar.
Dazu kommen bei Ridley das Kanzo Fast — laut Ridley „das schnellste Gravel-Bike der Welt“, mit Reifenfreiheit bis 42 mm —, das Kanzo Adventure als Tourer, auch in Aluminium, und die Grifn-Familie in der All-Road-Klasse. Bei Cannondale steht darunter das Topstone in Aluminium: Vollcarbongabel, drei Montagepunkte pro Gabelbein, Gepäckträger- und Schutzblechösen — der Rahmen, mit dem man ohne schlechtes Gewissen im Winter pendelt.
Über den Ridley-Konfigurator lassen sich Astr, Astr RS, Kanzo Adventure und Grifn frei zusammenstellen — rund acht Wochen Lieferzeit, Beratung und Bestellung über uns. Bei Cannondale ändern wir stattdessen vor der Übergabe, was sinnvoll ist: Übersetzung, Laufräder, Cockpitmaße, Tubeless-Setup. Unser eigener Bikekonfigurator dafür ist bald verfügbar.
Revier
Wer hier wohnt, hat den kürzesten Weg zu gutem Schotter in ganz Westdeutschland — man muss nur wissen, wo er anfängt.
Der naheliegendste Einstieg: zusammenhängender Wald mit dichtem Netz aus Forst- und Wirtschaftswegen, wenig Höhenmeter, dafür stundenlang fahrbar ohne ein Stück Asphalt. Hier lernt man, wie viel Luftdruck auf losem Untergrund richtig ist.
Das Gegenteil: offene Landschaft, Wirtschaftswege zwischen Feldern, kurze Anstiege, die kürzer aussehen, als sie sind. Wer daraus eine Runde mit 800 Höhenmetern zusammensetzt, hat Beine wie nach einem Alpenpass, nur ohne Abfahrtsgenuss.
Die Postkartenrunde und trotzdem ein ernstes Ziel — der Weg dorthin geht über Waldwege oberhalb der Saar, mit Rampen, die einen kleinen Gang verlangen.
Frankreich fängt südlich von Saarbrücken praktisch am Ortsrand an, Luxemburg ist eine Ausfahrt weit. Auf beiden Seiten leere Nebenstraßen und Wirtschaftswege — das ist der eigentliche Standortvorteil hier. Zwei Länder auf einer Vormittagsrunde sind kein Kunststück, sondern Normalfall.
Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst: Frag uns im Laden. Wir fahren dieselben Wege und geben dir Strecken mit, die zu deiner Kondition passen.
Abgrenzung
Ehrliche Antwort: Wenn dein Anteil bei 80 % Asphalt und 20 % gutem Schotter liegt, reicht ein Endurance-Rennrad mit breiten Reifen. Die BMC Roadmachine ist auf 32 bis 35 mm optimiert und rahmenseitig bis 40 mm frei — damit fährst du jeden Wirtschaftsweg.
Sobald aber Wurzeln, loser Schotter oder Gepäck dazukommen, ist das Gravelbike nicht bequemer, sondern sicherer.
Dazwischen liegt die All-Road-Klasse, die Ridley „Road plus, gravel light“ nennt: Grifn Gravel und Grifn RS. Bei Cannondale übernimmt das Synapse dieselbe Rolle von der anderen Seite her — ein Endurance-Rennrad mit 48 mm Reifenfreiheit vorn und 42 mm hinten. Ein Rad, zwei Reifensätze.
Der Unterschied zwischen Race und Adventure ist auf dem Papier eine Tabelle und auf dem Waldweg eine klare Sache. Sag uns Modell und Größe, dann steht das Rad zur Probefahrt bereit.
Kurz gefragt
Der Einstieg gelingt mit einem soliden Aluminium-Gravelbike wie dem Cannondale Topstone oder dem Ridley Kanzo Adventure Alu. Darüber liegt die Carbon-Klasse mit Topstone Carbon, Kanzo Adventure, Ridley Astr und BMC URS. Und ganz oben die Race-Maschinen: Cannondale SuperX, BMC Kaius 01, Ridley Astr RS und Kanzo Fast. Was das jeweils kostet, hängt an der Ausstattung — sag uns, was du vorhast, dann rechnen wir es zusammen durch.
Für saarländische Forst- und Wirtschaftswege sind 40 bis 45 mm die vernünftigste Wahl — genug Volumen für losen Schotter, ohne auf Asphalt zäh zu werden. Wer Rennen fährt, geht schmaler. Wichtig ist, dass der Rahmen Luft lässt: Kaius 01 und Astr RS nehmen 52 mm, das SuperX 48 mm im Rahmen und 51 mm in der Gabel, das URS 47 mm, das Kanzo Fast bis 42 mm.
Wenn dein Gelände aus Forstwegen, Feldwegen und Verbindungsasphalt besteht: Gravelbike. Wenn es aus Singletrails mit Wurzeln, Stufen und Steinen besteht: Mountainbike. Gefederte Adventure-Räder wie das BMC URS 01 LT oder das Topstone Carbon mit Federgabel verschieben die Grenze ein Stück, aber sie ersetzen kein Trailbike.
Sie nimmt die Schläge weg, die dich über Stunden mürbe machen — rund 30 mm Weg am Sattel, rund 10 mm an der Hinterachse, progressiv: kleine Stöße werden geschluckt, bei großen flext der Hinterbau mehr. Technisch ist es eine Steckachse durch das Sitzrohr mit drehbar gelagerten Sitzstreben auf wartungsfreien Gleitlagern. Kein Dämpfer, kein Luftdruck, kein Serviceintervall. Wer viel auf grobem Schotter unterwegs ist, spürt das am dritten Tag im Rücken und in den Händen.
Ja, und für viele ist das die beste Lösung. Mit zwei Reifenpaaren wird daraus im Winter das Pendlerrad und im Sommer das Tourenrad. Achte dann auf Aufnahmen für Schutzbleche und Gepäckträger — das BMC URS hat beides.
Pflicht nicht, im Gravel aber deutlich sinnvoller als auf der Straße: niedrigerer Druck ohne Durchschlagsrisiko, Dornen und Splitter dichten sich selbst ab. Wir bauen das beim Neukauf auf Wunsch direkt um und erklären die Wartung.
Bei Ridley ja: Astr, Astr RS, Kanzo Adventure, Grifn Gravel und Grifn RS Gravel gehen durch den offiziellen Konfigurator mit 3D-Vorschau, Lieferzeit rund acht Wochen. Das Kanzo Fast ist ausgenommen. Bei BMC bauen wir auf dem Kaius 01 Rahmenset frei auf.
Wir halten einzelne, wechselnde Vorführräder vor. Sag uns vorher Modell und Größe, dann klären wir in zwei Minuten, was fahrbereit steht.