Zeitfahrrad
Für kurze, sehr intensive Belastungen gebaut. Die Position ist extrem, Komfort ist dort ausdrücklich nicht das Ziel — nach einem Zeitfahren steigt man ab und ist fertig.
Triathlon
Wir kommen aus diesem Sport. Deshalb sagen wir dir nicht nur, was du kaufen kannst — sondern auch, was du dir sparen kannst.
Inhaber ist Triathlet und C-Trainer TriathlonTriathlon-Bikefitting im HausWerkstatt für Zeitfahrräder und integrierte Cockpits
Der Kern
Er passiert so: Jemand hat sich für seinen ersten Wettkampf angemeldet, liest sich drei Wochen ein und kauft ein Zeitfahrrad. Nach dem Rennen stellt er fest, dass ihm die Position nicht liegt, dass er die Aeroposition keine Stunde durchhält und dass er eigentlich lieber olympische Distanz fährt als Mitteldistanz.
Für den ersten Wettkampf brauchst du kein Spezialrad. Du brauchst ein verkehrssicheres Rennrad, einen Helm, Laufschuhe, die dir passen, eine Schwimmbrille und etwas, das du unter dem Anzug tragen kannst. Alles andere entscheidet sich, wenn du weißt, welche Distanz dir liegt und wie dein Körper auf lange Zeit in einer Position reagiert.
Genau das ist der Punkt, an dem eine Beratung mehr wert ist als ein Katalog: Wir haben kein Interesse daran, dir heute das teuerste Rad zu verkaufen. Wir haben Interesse daran, dass du in drei Jahren immer noch fährst und wiederkommst.
Reihenfolge
Die Reihenfolge, in der Ausrüstung sinnvoll wird, hängt weniger am Budget als an der Distanz und an der Zeit, die du in Aeroposition verbringst.
Rennrad, Helm, Startnummernband, Laufschuhe, Schwimmbrille. Wenn im Freiwasser gestartet wird und das Wasser kalt ist, kommt ein Neoprenanzug dazu — für ein einzelnes Rennen kann man ihn leihen. Alles Weitere kann warten.
Hier lohnt sich zuerst die Position, nicht das Material. Vierzig Kilometer allein im Wind und danach zehn Kilometer laufen: Ein Bikefitting bringt an dieser Stelle mehr als jedes Bauteil. Ein Aufsatzlenker am vorhandenen Rennrad ist der günstigste Schritt in Richtung Aeroposition — welche Regeln dafür in deinem Rennen gelten, steht in der Ausschreibung des Veranstalters.
Jetzt kippt die Rechnung. Wer neunzig Kilometer in Aeroposition fährt und anschließend einen Halbmarathon laufen will, profitiert von einem echten Triathlonrad, von einem Aero-Helm und vor allem von Verpflegung, die er erreicht, ohne aus der Position zu kommen. Und von einem Powermeter — nicht, um schneller zu fahren, sondern um nicht zu schnell zu fahren. Ein zerfallenes Rennen hat seine Ursache fast immer im Radsplit.
Alles von oben, plus Zuverlässigkeit ohne Kompromiss. Auf dieser Länge bestraft jedes ungeklärte Geräusch. Reifenstrategie, ein Plan für den Platten, ein Werkstattdurchgang vor dem Start — und eine Sitzposition, die du im Training über Stunden gehalten hast, nicht über vierzig Minuten.
Das Rad
Die Begriffe werden durcheinander benutzt, und der Unterschied ist größer, als er klingt.
Für kurze, sehr intensive Belastungen gebaut. Die Position ist extrem, Komfort ist dort ausdrücklich nicht das Ziel — nach einem Zeitfahren steigt man ab und ist fertig.
Muss etwas anderes leisten: eine Position, die du über Stunden hältst, und die dich danach noch laufen lässt. Der entscheidende Wert ist der Hüftwinkel. Ist er zu geschlossen, wird das Atmen schwerer und die Laufmuskulatur ist vorbelastet, bevor du absteigst. Dazu integrierte Trinksysteme und Staufächer, weil du auf der Langdistanz nicht bei jeder Verpflegungsstelle aus der Position kommen willst.
Bei Rennen mit Windschattenfreigabe oft die vernünftigere Wahl als beides — es fährt sich in der Gruppe und in Kurven souveräner und lässt sich das ganze Jahr über nutzen.
Wir führen von allen drei Marken passende Räder. Welches davon zu dir gehört, entscheidet sich an deiner Zieldistanz, deiner Beweglichkeit und daran, ob du ein zweites Rad willst oder eines für alles.
Position
Triathlonräder haben große Verstellbereiche — an Sattel, Cockpit und Aufsätzen. Das ist ihre Stärke und gleichzeitig ihr Problem: Erst die Einstellung macht daraus eine Position, und die Bandbreite zwischen richtig und falsch ist bei diesen Rädern größer als bei jedem Rennrad.
Beim Triathlon-Fitting geht es deshalb nicht darum, aerodynamisch tief zu kommen. Es geht darum, die tiefste Position zu finden, die du über deine Zieldistanz halten kannst — und aus der du danach noch laufen kannst. Wir arbeiten mit Beweglichkeitstests, Sitzdruckmessung und Videoanalyse.
Und wenn die Grundposition steht, geht es weiter: Beim Aero-Fitting filmen wir dich frontal und vergleichen Positionsvarianten direkt gegeneinander — Höhe und Abstand der Aufsatzstützen, Ellbogenbreite, Kopfhaltung. Wattzahlen versprechen wir dabei nicht, dafür bräuchte es einen Windkanal. Was du bekommst, ist der Bildvergleich und eine begründete Empfehlung. Im Saarland bietet das nach unserer Kenntnis niemand an.
Wenn du ein neues Rad bei uns kaufst, klären wir vor der Bestellung nur die Rahmengröße — die einzige Entscheidung, die sich danach nicht mehr korrigieren lässt. Die Position selbst, mit Beweglichkeitstest, Sitzdruckmessung und Videoanalyse, entsteht erst beim Fitting nach dem Aufbau, auf dem fertigen Rad statt auf einem Messstand.
Vor dem Start
Ein Wettkampf ist der schlechteste Zeitpunkt für eine Überraschung. Was sich vorher klären lässt: Kettenverschleiß, Bremsbeläge, Reifenzustand und Luftdruck, Schaltung unter Last, Drehmomente an allen Verbindungen, Akkustand bei elektronischen Gruppen. Bei integrierten Cockpits notieren wir die Extensions- und Pad-Position, damit sie nach einem Transport wieder genau stimmt.
Bring dein Rad rechtzeitig vorbei, nicht am Donnerstag vor dem Rennen.
Warum hier
Der Name ist kein Zufall. Der Inhaber ist selbst Triathlet und C-Trainer Triathlon — das heißt, die Beratung kommt nicht aus einer Produktschulung, sondern aus dem Sport.
Praktisch heißt das: Wir wissen, wie sich eine Aeroposition nach zwei Stunden anfühlt, welche Verpflegung im Wettkampf funktioniert und welche im Magen liegt, und warum das letzte Zentimeter Sattelhöhe wichtiger ist als der Laufradsatz.
Und wenn du zum Schwimmen oder Laufen Fragen hast: Fragen kannst du immer. Verkaufen tun wir hier Räder und alles, was daran gehört — Laufschuhe gehören nicht dazu, und wir tun auch nicht so.
Neoprenanzüge haben wir nicht am Lager, bestellen sie dir aber. Und weil beim Neopren die Passform über alles entscheidet — zu locker heißt Wasser im Anzug, zu eng heißt blockierte Schultern —, reden wir vorher darüber, statt dir eine Größe zu schicken.
Sag uns, welche Distanz du vorhast und wie viel Zeit du hast. Danach reden wir über Material — in dieser Reihenfolge.
Kurz gefragt
Nein. Ein verkehrssicheres Rennrad reicht vollkommen, und bei kurzen Distanzen ist es oft sogar das bessere Rad. Ein Triathlonrad lohnt sich, wenn du längere Distanzen fährst und viel Zeit in Aeroposition verbringst — und wenn du weißt, dass du diese Position hältst.
Meistens ja, und das ist häufig der klügere erste Schritt. Ein Aufsatzlenker, eine angepasste Sattelposition und ein Fitting bringen dich deutlich weiter als ein Radwechsel. Was in deinem Rennen erlaubt ist, steht in der Ausschreibung des Veranstalters.
Zwei Wochen sind gut, eine Woche geht. Am Tag vorher ist zu spät, weil Ersatzteile Lieferzeiten haben können — und weil du eine Änderung am Rad vorher einmal gefahren haben solltest.
In Grenzen. Der Inhaber ist C-Trainer Triathlon, also können wir Fragen zu Belastung und Wettkampfaufbau einordnen. Eine Trainingsbetreuung ist das nicht — dafür sind Trainer und Vereine die richtige Adresse.
Laufschuhe nicht. Neoprenanzüge haben wir nicht am Lager, bestellen sie dir aber gern — und beraten vorher zur Passform, weil die beim Neopren über alles entscheidet.
Für ein ausführliches Gespräch ja. Dann haben wir Zeit, ohne dass zwischendurch jemand mit einem Platten reinkommt.